Victoria Habinghorst

Chronik Victoria Habinghorst 1921 e.V.

Quelle: Victoria-habinghorst.de

Die DJK Victoria Habinghorst hat ihren Ursprung in dem ehemaligen Jünglingsverein St. Josef Habinghorst. Dort kickte man nachweislich zwar schon vor dem 1. Weltkrieg gegen den Lederball, aber der Krieg zerstörte jegliche Vereinsarbeit. Nach den Wirren des Krieges (man schieb das Jahr 1920) taten sich dann einige sportfreudige junge Männer und Jugendliche des Jünglingsvereins zusammen und gründeten eine eigene Fußballabteilung. Der erste Präses dieses Vereins war Vikar Scheiermann. Er setzte sich für die Belange der jungen Fußballer sehr ein. 20 aktive bildeten vorerst den Stamm der Mannschaft. Gespielt werden sollte nur um des Sportes willen, zur Ertüchtigung des Leibes unter Gleichgesinnten, getreu den Worten des Gründers der Deutschen Jugendkraf, Carl Mostert.

Im Jahr 1921 wurde dann das 1. Offizielle Spiel ausgetragen. Die Anfangszeit war für die jungen Jugendkraftler nicht leicht. Es fehlte in der damals schlechten Zeit an vielen Einrichtungen und Geräten, um einen reibungslosen Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Eine eigene Kluft war nicht vorhanden. Man spielte in dem Dress, den man sich von zu Hause mitbrachte. Zu den Spielen in der näheren Umgebung ging man stets zu Fuß. Viel Idealismus und Freude an der Sache ließen über manche Schwierigkeiten hinwegsehen.

Das Vereinslokal war die Gaststätte Kleinalstede, heute Cremer, jedoch ging der Verein später zu Overmann. Einer der ersten Gegner der Victoria war unter anderem die zur gleichen Zeit in Gründung befindliche Arminia aus Ickern. Mit Stolz erinnert sich der ehemalige Spieler, Metzgermeister Peine, daß den Ickernern mit 21 : 0 das Nachsehen gegeben wurde!

Der Sportplatz, auf dem zuerst gespielt wurde, lag in den Hartmann-Bernsmann-Wiesen. Das Gelände dort war aber sehr sumpfig, und wurde einem geordneten Spielbetrieb nicht ganz gerecht. Doch man war froh, daß überhaupt ein Platz zur Verfügung stand. Zwei Jahre später sah sich der Verein nach einem neuen Gelände um. Es war eine besser bespielbare Wiese am Kanal. Bis 1923 spielte die Victoria lediglich in Freundschaft, und nahm danach an Punktspielen teil. Aber die vielen Wechsel in der damaligen Zeit ( es wurde in den Bezirken Dortmund, Herne und Recklinghausen gespielt ) ließen die Vereinsarbeit nicht volle Früchte tragen. Erst nach und nach kam man zu einer einheitlichen Linie.

Mit der Gründung der ersten Jugendmannschaft im Jahre 1926 stellten sich auch die ersten Erfolge ein. Es gelang der Aufstieg von der Kreisklasse in die Bezirksklasse. Höhepunkt des Vereins war die Spielzeit 1930/31. In dieser Saison wurde die Gaumeisterschaft errungen. Zu den schwersten Gegnern zählten die Vereine Vorwärts und Wacker Ahlen. In jenen Jahren unterhielt die DJK zwei Senioren- und zwei Jugendmannschaften. Außerdem hatten einige Handballfreunde noch eine eigene gegründet.

Stellvertretend für alle Aktiven jener Zeit dürfen wir wohl zwei Familiennamen nennen. Es sind die Gebrüder Koch und Wittkewitz, die in den 30er Jahren Fußballgeschichte haben. Blühenden Aufschwung nahm die DJK im Jahre 1933. Oft säumten 400 bis 500 Zuschauer den Platz. Aber dann kam die Machtübernahme und damit das Aus für den gesamten DJK Verband. Der Spielbetrieb wurde verboten, weil er dem Naziregime nicht genehm war. Nach dem 2. Weltkrieg wurde 1948 in Habinghorst wieder der Wunsch zur Fortsetzung der alten Tradition laut. Ein wenig zu spät ( wie es uns heute scheint ), denn andere Vereine hatten bereits viele andere DJKler aufgenommen. Beim ersten Versuch im Jahre 1945 hatte sich Pfarrer Bohnekamp gegen eine Wiederaufnahme des Spielbetriebes ausgesprochen. Die Platzfrage war dieses mal nicht so schwierig. Die Gesellschaft für Teerverwertung stellte ein geeignetes Gelände dicht neben dem VfB-Platz ( Gänsebusch ) für den Spielbetrieb zu Verfügung. Hier spielte die Victoria bis 1962 und übernahm dann vom damals großen Bruder VfB den Platz an der Kanalstraße (Gänsebusch). Diese Platzübernahme ( die dem VfB immer noch weh tut ) die gleichzeitig mit einer Renovierung der Räumlichkeiten verbunden war, wäre ohne Präses Norbert Kassner, der bis zu seinem Ruhestand 1999, Pfarrer der St. Antonius Gemeinde in Ickern gewesen war, wohl nie zustande gekommen was Präses Kassner in verhältnismäßig kurzer Zeit geschaffen hat, trägt noch heute Früchte.

In den Nachkriegsjahren spielte die Victoria mit wechselndem Erfolg. Nach dem Aufstieg in die Bezirksklasse belegte man stets einen sehr guten Mittelplatz. 1961 feierte die Victoria unter dem Vorsitzenden Josef Stasker und Präses Kober das 40-jährige Vereinsjubiläum. 1966 gelang dann der große Wurf. Durch ein Entscheidungsspiel gegen Wattenscheid Heide erreichte der Verein die höchste Spielklasse der DJK, die Gauklasse. Zwei Jahre kämpfte die Mannschaft immer um Spitzenplätze mit. Als 1968 der Spielbetrieb innerhalb der DJK-Verbandsringgemeinschaft nicht mehr aufrechterhalten werden konnte, entschloß sich der Verein, im Westdeutschen Fußballverband weiterzuspielen. Unter dem Vorsitzenden Manfred Brauckmann, der mehrere Jahre die Geschicke des Vereins führte, wurde der Übertritt zum WSV beschlossen und genehmigt. Aus dieser Zeit ist auch der Name Fritz Kirchhoff nicht wegzudenken, der als Geschäftsführer den Löwenanteil an Arbeit hatte. Im Juni 1971 (noch unter Manfred Brauckmann) feierte der Verein sein 50-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlaß konnten wir unsere langjährigen Sportfreunde aus Müllenbach ( Eifel ), und Tilburg ( Holland ) begrüßen.

Ein Jahr später, im Jahre 1972, wurde unsere Alt-Herren-Abteilung gegründet. 1974 wurde dann eine Damenfußballmannschaft ins Leben gerufen

Nach der Grundrenovierung der Umkleideräume im Jahre 1962, setzte dann Anfang der 70er Jahre wieder die Bautätigkeit ein.

Was die Männer um unsere Baumeister Willi Ochmann und Hennes Kochalski geschaffen haben ist sicherlich beispielhaft. Viele lange Samstage wurden dem Verein geopfert. Zuerst wurde die Zuschauertribüne erstellt, die inzwischen mit einer Überdachung versehen, dem Verein sehr viel Nutzen gebracht hat. Anschließend wurde dann die Erweiterung und der Anbau der neuen Umkleideräume in Angriff genommen, ohne die ein geordneter Spielbetrieb gar nicht mehr vorstellbar wäre.4 neue Garagen wurden gebaut, um Sportgeräte und den Vereinsbus der Jugendabteilung unterzubringen.Auch ein neues Kassenhaus wurde gebaut, um unsere Kassierer wie: Helmut Konrad, Alois Karl Wurche, Hennes Kochalski, Karl Klahr, um nur einige zu nennen, einen trockenen und warmen Arbeitsplatz zu bieten.

Von 1974 bis 1979 leitete dann Heinz Görtz die Geschicke des Vereins. Im Jahre 1977 wurden die marode gewordenen Holztore durch V-A Tore, die uns von den Rütgerswerken Rauxel gespendet wurden ersetzt. Im Jahre 1980 wurde dann das Problem Jugendarbeit ( es Bestand nur eine C-und eine A-Jugend ) in Angriff genommen. Die Gebrüder Ochmann bauten mit einer Vielzahl von Helfern und Betreuern, deren Namensliste hier zu lang würde, eine komplette Jugendabteilung auf. 7 Mannschaften von den Mini-Kickern bis zur A-Jugend.

Alfons Ochmann leitete die Jugendabteilung bis 1989, und übernahm dann den 1. Vorsitzenden des Hauptvereines. Ab 1989 wurde Jürgen Boschella Jugendleiter. Kontinuierlich wurde aufgebaut. Hat man am Anfang die Jugendmannschaften nur am Tabellenende gesehen, so ist heute der Name Victoria keine Seltenheit an der Tabellenspitze. Die damit verbundenen Aufstiege waren natürlich ein großer Erfolg. Schon Tradition: das alljährliche Pfingstzeltlager unserer Jugendabteilung, daß sich großer Beliebtheit bei Jung und Alt erfreut. Nicht zu vergessen das Osterfeuer was jährlich viele Schaulustige anzieht. Im Juni 1981 wurde das 60-jährige Bestehen unter Leitung von Jürgen Boschella, Vorsitzender von 1979 bis 1982, gefeiert.

Im Jahre 1981 wurde bei der DJK Victoria, unter der Leitung von Angelika Lammers die Gymnastik-Abteilung, ins Leben gerufen, die bis Heute besteht. Von 1982 bis 1989 übernahm wieder Heinz Görtz das Kommando. Auch Korfball wurde in den Jahren von 1984 bis 1992 gespielt. Mit einer Seniorenmannschaft und einer Hobbymannschaft unter Leitung von Peter Müller, wurden einige Erfolge gefeiert. Darunter eine Meisterschaft, und einige Turniersiege. Viel Spaß bereiteten dabei die Ausflüge nach Holland und Belgien, sowie die Teilahme am Deutschen Turnfest in Berlin 1992. Im Jahre 1984 wurde dann der Fußballplatz neu renoviert. Die schwarze Asche in der Mitte des Platzes wurde entfernt und durch Mutterboden ersetzt und neu eingesät. Ein Jahr lang wurden unsere Heimspiele in Pöppinghausen ausgetragen. Nach der Platzeröffnung im Jahre 1985, stellte sich heraus, daß durch unsachgemäßen Platzaufbau, und Überbelastung des Sportplatzes, diese Maßnahme nicht lange fruchtete. 1988 wurde der Platz dann zum 2. Mal renoviert. Diesmal mit Unterstützung der Stadt Castrop-Rauxel. Der alte Mutterboden wurde abgeschoben, ersetzt und wieder neu eingesät. Die 16 m Räume wurden mit Rotgrand aufgefüllt. Gleichzeitig wurde ein neuer Trainingsplatz erstellt. Ein Jahr lang wurden unsere Heimspiele dann wieder in Pöppinghausen ausgetragen. Im Jahre 1996 wurde der Rotgrand, der nicht mehr bespielbar war, wieder aus den 16 m Räumen entfernt, und durch Rollrasen ersetzt. Fast jährlich werden jetzt die 5 m Räume, und abgenutzte Rasenflächen durch Rasensoden ersetzt. Hierbei setzten sich besonders Bruno Thomsen, Karl Klahr und Jürgen -Lolo- Werner ein. Natürlich die zahlreichen Helfer nicht zu vergessen. 1991 wurde unser 70-jähriges Vereins-Bestehen, unter der Leitung unseres neuen Präsidenten Alfons Ochmann ( von 1989 - 1994 ), in großem Stil gefeiert. Von Fronleichnam ( Donnerstag ) bis Sonntag veranstaltete die Victoria ein großes Sommerfest. Mit Fallschirmspringern, Heißluftballonfahrten, Feuerspringern und heißen Musik Rhythmen, wurde den Gästen einiges geboten. Dieses Sommerfest ist bis heute fester Bestand des Vereins geblieben. Aus beruflichen Gründen gab Alfons Ochmann 1994 den Vorsitz der Victoria auf. Nachfolger wurde Heinz Görtz. Dieser mußte durch eine Erkrankung nach einem Jahr seinen Rücktritt erklären, und Alfons Ochmann übernahm für ein Jahr, kommissarisch seinen Posten. Ein Novum dann im Jahre 1996. Nachdem schon einige Frauen im Vorstand tätig waren, u.a. Rosi Schmidt, Angelika Löhnert, Manuela Malezka, übernahm dann Erika Fels, als erste Frau, das Ruder der DJK in die Hand. Das 75 jährige Bestehen, im Jahre 1996, daß im Rahmen des Sommerfestes gefeiert wurde, bestand im Hauptsächlichen, in Ehrungen des Vereins DJK Victoria. Das 80 Jährige Vereinsjubiläum, im Jahre 2001 wurde gekrönt mit dem Wiederaufstieg in die Kreisliga A. Dazu an anderer Stelle mehr. Im Jahre 2000 wurde mit der Planung eines eigenen Vereinsheimes begonnen. Dieses Vereinsheim ensteht in den ehemaligen Räumen der Platzwart Wohnung. Die ehemaligen Platzwarte (Mädchen für alles) waren: Fam. Therhorst über 30 Jahre, Fam. Mauer 10 Jahre, Fam. Fels 14 Jahre und Wilfried 'Papi' Bremm 2 Jahre.. Zur Zeit ist Jürgen 'Lolo' Werner der 'Boß'.

Im Jahre 2001 wurde dann die erste Mädchenmannschaft gegründet, im Jahre 2002 folgte dann die Neugründung der Ende der 70er-Jahre wieder aufgelösten Damenabteilung

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