1. Juli 1996: Die ersten Feld-Stadtmeisterschaften der Juniorenfußballer

Der Sportjugend-Vorsitzende Ulli Müller bei einer Siegerehrung.

Von Jens Lukas

Das Turnier, dessen Finaltag vor 20 Jahren im Stadion an der Bahnhofstraße stattfand, war nicht der erste Vergleich der heimischen Nachwuchs-Fußballer. In den Vorjahren hatten sie stets um den „Ruhr Nachrichten-Pokal“ gespielt. „Es wurde dann aber beschlossen, dass die Stadtmeisterschaft auch offiziell diesen Namen tragen soll“, erinnert sich Ulli Müller, damals wie und heute Vorsitzender der SSV-Sportjugend.

Der einzige Verein der mehrere Titel bei dieser ersten Junioren-Stadtmeisterschaft im Jahr 1996 gewinnen konnte, war die Spvg Schwerin, deren C- und D-Junioren sich durchsetzen. Auch die E-Junioren der Blau-Gelben waren im Endspiel vertreten, mussten sich darin aber Eintracht Ickern mit 2:3 nach Verlängerung geschlagen geben.

Im Team der Schweriner stand dabei unter anderem der heutige Profi des MSV Duisburg, Baris Özbek. Überhaupt waren viele Kicker vertreten, die später hochklassige Laufbahnen einschlagen sollten. So liefen für die F-Junioren des VfR Rauxel, die sich mit einem 2:1 nach Verlängerung den Titel gegen den SuS Merklinde sicherten, gleich zwei heutige Profis auf: Michael Esser - damals noch als Feldspieler - der unlängst als Torwart beim Erstligisten SV Darmstadt 98 unterschrieben hat, und Stürmer Christopher Nöthe (heute Arminia Bielefeld). Nöthe sorgte im Finale für die beiden Treffer.

Mit vielen bekannten Namen gespickt waren auch die D-Junioren aus Schwerin, die mit einem 9:1 gegen Arminia Ickern den höchsten Sieg des Finaltages landeten. Drei der Treffer gingen auf das Konto von Sebastian Janas, zwei weitere auf das von Jimmy Thimm. Die Wege der beiden Fußballer, die im Senioren-Bereich den Sprung bis in die Regionalliga (Janas) und die Westfalenliga (Thimm) schafften, haben sich zuletzt wieder beim FC Castrop-Rauxel gekreuzt.

„Wir waren damals selbst überrascht, wie hoch der Sieg ausgefallen ist“, erinnert sich Thimm. Die Teilnahme an den Stadtmeisterschaften sei für die jungen Fußballer stets ein besonderes Erlebnis gewesen, führt er aus. „Damals habe ich allerdings noch nicht wahrgenommen, wieviel darüber in der Presse berichtet worden ist“, führt Thimm aus. Erst vor einigen Jahren habe er die Artikel in einer Mappe, die ihm seine verstorbene Großmutter hinterlassen hat, nachgelesen. „Das ist eine schöne Erinnerung.“

Positive Entwicklung

Ulli Müller zeigt sich nach 20 Jahren mit der Entwicklung der Junioren-Stadtmeisterschaften zufrieden. Zwischenzeitlich habe das Benehmen vor allem der älteren Jahrgänge auf und neben dem Spielfeld zu wünschen übriggelassen. „Wir haben uns dann aber mit Trainern und Vereinsverantwortlichen zusammengesetzt und dieses Problem offenbar in den Griff bekommen“, sagt der Sportjugend-Vorsitzende, der auch positiv registriert, dass sich immer wieder Vereine finden, die die Titelkämpfe organisieren. „Es muss allen klar sein, dass es ansonsten keine Stadtmeisterschaften mehr geben kann.“

Der Sportjugend-Vorsitzende Ulli Müller (Schwarz/Weiß-Bild in der Mitte) nahm auch schon 1996 die Siegerehrungen der Junioren-Stadtmeisterschaften vor, bei denen der heutige Bundesliga-Keeper Michael Esser (oben links), Björn Brinkmann (rotes Hemd), Sebastian Janas (Kopfbild rechts) sowie die heutigen Profis Baris Özbek (rechtes Foto, links) und Christopher Nöthe (rechts) erfolgreich waren. Montage: Jens Lukas

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