12. Februar 1991: Alexander Forst als Kugelstoßer bei der Jugend-DM

Sieben Titel mit dem Diskus

Die deutschen Jugend-Titelkämpfe in Sindelfingen bei Stuttgart fanden damals, vor 25 Jahren, erstmals als gesamtdeutsche Veranstaltung statt. „Wow, wie die Zeit vergeht“, kommentiert Alexander Forst, der seinerzeit als 15-Jähriger der jüngste Teilnehmer unter den 19 Kugelstoßern war, im Gespräch mit dieser Zeitung.

An den Wettbewerb in Sindelfingen habe er keine konkreten Erinnerungen mehr, sagt der Castrop-Rauxeler, der heute mit seiner amerikanischen Ehefrau in New Orleans lebt. Wohl aber an einige andere sportliche Highlights aus der damaligen Zeit. Bereits 1990 hatte Forst in Gladbeck mit 67,12 Metern einen neuen deutschen Schüler-Rekord mit dem 1-Kilogramm-Diskus aufgestellt und seine persönliche Bestleistung damit gleich um rund drei Meter überboten. „Das war wohl meine größte Leistungsverbesserung überhaupt und im Allgemeinen eine super Leistung in dem Alter“, kommentiert Forst.

Während der junge Leichtathlet in Sindelfingen noch in die Fußstapfen seines Vaters Josef trat, der als Kugelstoßer unter anderem Nationalmannschafts-Mitglied und Senioren-Weltmeister gewesen war, feierte er seine größten Erfolge als Diskuswerfer.

1992 gelang Alexander Forst, der für die LG Castrop-Rauxel, den TV Wattenscheid und die LG Olympia Dortmund startete, der erste Deutsche Jugendmeister-Titel mit dem Diskus, sechs weitere sollten folgen. Als Erwachsener wurde er unter anderem Fünfter bei den Deutschen Meisterschaften und bei den U23-Europameisterschaften.

Laufbahn 2000 beendet

„Ich kann mich auch noch gut an die NCAA-Hochschulmeisterschaften 1998 in Buffalo, New York, erinnern, bei denen ich mit einer persönlichen Bestleistung von 59,62 Metern Zweiter geworden bin“, sagt Forst. Wenig später, im Jahr 2000, beendete er allerdings seine Laufbahn als Leistungssportler. Die Folgen einer Schulterverletzung sowie Rücken- und Kniebeschwerden machten dem damals 25-Jährigen zu schaffen.

Zudem schien ihm seine berufliche Laufbahn, die er an der „School of Business“ der Tulane-Universität in New Orleans eingeschlagen hatte, in wirtschaftlicher Hinsicht vielversprechender als die Aktivitäten auf dem sportlichen Parkett. „Ich war ja nie ein Lars Riedel oder Jürgen Schult.“

Die Entscheidung sollte sich als richtig erweisen. Alexander Forst ist heute selbst als Tulane-Dozent tätig und Mitgründer einer Beratungsfirma. „Zudem fliege ich immer noch kreuz und quer durch die USA, um Statistik-Seminare zu leiten“, berichtet er.

Das intensive berufliche Engagement lässt indes kaum Zeit für Besuche in der Heimat. 2011 sei er zuletzt zu einer Familienfeier in der Europastadt gewesen, berichtet Forst, der aber eine gute Nachricht für Freunde und Familie verkünden kann: „Wir werden dieses Jahr im Mai wieder in Castrop-Rauxel sein.“

Und dann war da noch...

Der 12. Februar war 1991 ein Dienstag. Auf einer Seite berichtete diese Zeitung an diesem Tag über das lokale Sportgeschehen.

Ein Artikel handelte von den damaligen Kreisliga A-Fußballern des VfR Rauxel, die ein Testspiel bei Fortuna Gelsenkirchen mit 5:1 gewannen. Alle fünf Treffer gingen dabei auf das Konto von Maik Steffen (aktuell Trainer der Spvg Recklinghausen). Die Rauxeler stiegen wenige Monate später erstmals in die Bezirksliga auf.

In einem Juniorenfußball-Hallenturnier von BW Obercastrop duellierten sich bei den F-Junioren im Finale Obercastrop und die SG Castrop. Für BWO traf beim 3:1 der heute noch aktive Sebastian Janas zwei Mal. Marc Olschewski markierte den Treffer der SG, für die er auch wieder kickt (Stand 2016).

In der Wasserball-Bezirksliga musste sich der SC Hellas am Wochenende zwei Mal geschlagen geben. Nach dem 6:8 gegen Ochtrup gab es eine 4:15-Pleite gegen Spitzenreiter Erkenschwick.

Gegen Ochtrup halfen auch drei Tore von Karsten Juchems nicht zum Punktgewinn.