14. November 2003: Der Traum vom Kunstrasen in der Erin-Kampfbahn

Neue Lust auf sattes Grün

Im Jahr 2004 war die Erin-Kampfbahn und das Umkleide-Haus abbruchreif. Foto Jens Lukas

Im Jahr 2004 war die Erin-Kampfbahn und das Umkleide-Haus abbruchreif. Foto Jens Lukas

Im Jahr 2004 war die Erin-Kampfbahn und das Umkleide-Haus abbruchreif. Foto Jens Lukas

Fußball: Kunstrasen in Erin-Kampfbahn? / Erster Beschluss für Schillerstraßen-Verkauf 

Die lange Wartezeit hat die Fußballer des SV Wacker Obercastrop auf andere Gedanken gebracht.

Der Club, dessen Umzug von der Schillerstraße in die Erin-Kampfbahn immer wieder verschoben wurde, möchte nun sein künftiges Domizil an der Karlstraße offenbar doch gerne mit einem Kunstrasenplatz ausgestattet sehen. Diesen Wunsch hätten die Wackeraner vorgetragen, bestätigte jetzt Winfried Hetzel vom Sportamt. Bislang wurde ein Aschenplatz favorisiert, vor allem wegen der vielen Laubbäume rund um die Erin-Kampfbahn. Hetzel hält sowohl Asche als auch Kunstrasen machbar.

Nur: Die vorgegebenen Gesamtkosten von 1,278 Millionen Euro dürften nicht überschritten werden. Hetzel: „Vielleicht müssen wir dann woanders in der Erin-Kampfbahn sparen.“ Bekanntlich soll die jetzige Heimstatt des Obercastroper Vereins verkauft werden, um am Stadtgarten ein Altenheim zu errichten. Nachdem ein erster Verkauf im letzten Jahr immer wieder verschoben wurde und dann in diesem Frühjahr endgültig geplatzt ist, nahm der neue Anlauf am Mittwoch Abend im Betriebsausschuss 3 die erste Hürde. Bei drei Gegenstimmen erhielt den (vorläufigen) Zuschlag ein 2,5-Millionen-Angebot, das freilich nun noch im Haupt und Finanzausschuss (18. November) eine Mehrheit finden muss.

Die Stadt will die Sanierung der Erin-Kampfbahn aus dem Erlös an der Schillerstraße bestreiten. Wie schon im Vorjahr, liegen die Baupläne für die Erin- Kampfbahn auch jetzt griffbereit in den Schubladen des Sportamtes, wie Hetzel betonte: „Wir warten nur auf den Startschuss.“ Mit der Unterzeichnung des Kaufvertrages für den Sportplatz an der Schillerstraße würde die Ausschreibung veröffentlicht, sagte Hetzel, und die Architekten könnten Angebote erstellen. Selbst wenn der Verkauf der Schillerstraße jetzt rasch über die Bühne geht, wird der Baubeginn in der Erin-Kampfbahn aber wohl erst im Frühjahr sein.

Hetzel rechnet dann mit einer reinen Bauzeit von rund sechs Monaten. Das neue Fußballareal in der Erin- Kampfbahn wird, um möglichst wenig Probleme mit Kampfmitteln zu bekommen, auf den alten Platz aufgebaut. Die 400-m-Rundbahn fällt weg. Ein neues Umkleide und Vereinsgebäude soll im Eingangsbereich zur Karlstraße entstehen. In der Erin-Kampfbahn trainieren derzeit noch die Junioren der SG Castrop sowie der C-Kreisligist Inter Castrop. Sie alle müssten vor dem Beginn der Bauarbeiten endgültig ins Stadion an der Bahnhofstraße umziehen, erklärte Hetzel, unabhängig von der weiteren Entwicklung an der Schillerstraße aber wohl spätestens im Frühjahr.
von Carsten Loos (
carlo)

Bilderstrecke: Die Erin-Kampfbahn in den Jahren 2003 und 2004