26. August 2001: Großartige Zeiten für die Kegler

Das waren erfolgreiche Zeiten für die Sportkegler Castrop-Rauxel : Wilfried Blume (links) gehörte 2001 einem Auswahl-Team an, das den Senioren-Europacup gewann – und die SK (rechte Bildhälfte) besiegten als Zweitligist in einem Testspiel den amtierenden Deutschen Meister BW Iserlohn.

Am 26. August 2001 konnten die Sportkegler Castrop-Rauxel beachtliche Erfolge vorweisen. Diese wurden in zwei großen Artikel in der Berichterstattung der Ruhr Nachrichten gewürdigt.

(aus den Ruhr Nachrichten vom 26. August 2016)

Der heute 75-jährige Wilfried Blume und der derzeit 65-jährige Rüdiger Mikolon griffen als Auswahlspieler des Verbandes Westfalen-Süd bei Senioren-Turnieren um den Mannschafts-Europacup in der saarländischen Kegler-Hochburg Oberthal zu den Kugeln. Blume gewann mit seinem Team den Wettbewerb der Senioren B-Klasse. Daher lautete die Überschrift zum Zeitungstext auch "Blume-Team holte Europacup". Dabei war der Zweitliga-Spieler der SK Castrop-Rauxel mit 835 Holz bester Akteur seiner Auswahl. Seine Holzzahl war die zweitbeste des gesamten Wettbewerbs. Nur Erstliga-Akteur Jo Henns (Mittelrhein) aus Paffrath traf mehr Pinne.

Ein Länderspiel

Rüdiger Mikolon (817 Holz), der später auch zu einem Länderspieleinsatz gegen die Niederlande kam, landete mit der Westfalen-Auswahl im Senioren A-Wettbewerb auf Rang sechs. Er erinnert sich und sagt: "Wilfried Blume ist als Deutscher Vize-Meister nominiert worden. Ich hatte mich damals als Vierter der Westdeutschen Meisterschaften für die DM qualifiziert - und wurde daher berücksichtigt."

Mit Blume aber ohne Mikolon - wegen seines Europacup-Einsatzes - waren die SK Castrop-Rauxel am 26. August 2001 in einem Testspiel für die neue Saison aktiv. Dieses gewannen sie mit 5018:4955 (2:1/43:35) gegen den damals amtierenden Deutschen Meister aus der 1. Liga, BW Iserlohn, obwohl sie nicht in Bestbesetzung aufgelaufen waren.

Rüdiger Mikolon. Foto RN-Archiv

Mit dabei waren die Neuzugänge Karsten Detert (KSF Herne), Frank Ocwirk und Michael Nielinger (beide Baukau-Herne). Detert war mit 867 bester SK-Akteur gegen Iserlohn.

Mikolon, der seinerzeit für die Pressearbeit und die Sponsoren-Suche bei den SK verantwortlich war, wurde mit den Worten zitiert: "Ich sehe kein Problem für die Saison" und "Iserlohn ist der Maßstab" - denn mehr als die 4955 Zähler sollten auch künftige Gäste auf den Bahnen im heutigen Gasthaus Habinghorst nicht verbuchen.

Die Saison, vor der die Europastädter standen, sollte tatsächlich eine recht erfolgreiche werden. Denn die Sportkegler führten die Endabrechnung als Tabellen-Erste vor der KSG Tecklenburger Land an. Danach verpassten sie allerdings den Aufstieg in die 1. Bundesliga als Zweite der Aufstiegsrunde.

Aufstiege knapp verfehlt

Rüdiger Mikolon erinnert sich und sagt: "Gleich zwei Mal sind wir nur ganz knapp gescheitert. Beim zweiten Mal hat uns sogar nur ein einziges Holz gefehlt." Im Laufe der zwölf Jahre in der 2. Liga konnte der Kader nicht mehr ausschließlich mit Akteuren aus der Umgebung bestückt werden. Mikolon berichtet: "Da waren mehrere Spieler von weiterweg bei uns dabei. Darauf bin ich stolz: Für deren Fahrgeld und die Auswärtsfahrten der Mannschaft mussten wir nie in die Vereinskasse greifen. Das ging alles über Sponsoring."

Den Aufstieg von der Bezirksklasse bis in die 2. Liga hat Joachim Müller miterlebt. Er ist sich mit Mikolon einig, dass die Fusion der SK mit den Keglern des Post SV (von dem Müller und Klaus Mestenhauser stammen) die Initialzündung dafür war.

Nach dem Abstieg aus der Bundesliga sorgte Müller als Spieler und Funktionär dafür, dass es nicht sofort einen freien Fall gab. Aktuell kegeln die SK in der Oberliga, verzichteten vor einigen Wochen auf den Westfalen-Aufstieg, der ihnen sportlich gelungen war.

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