Jahresrückblick 2003

Keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt der Castrop-Rauxeler Jahresrückblick 2003

(Quelle: Ruhr Nachrichten)

Dem finanziellen Engagement des Lions-Clubs sei Dank: Tobias Schmiemann, als Weitspringer der LG Castrop-Rauxel zu silbernen Ehren bei der DM der B-Jugendlichen gekommen, absolviert als Erster in Castrop-Rauxel seinen Zivildienst im Sport. Der 20-jährige Abiturient kümmert sich im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres um die Jugend- und Nachwuchsarbeit beim CTV, der LG Castrop-Rauxel und der Sportjugend.

Den neuen Sportplatz am Grafweg haben sie im Überschwang umbenannt in „Sportplatz an der Linde“, wie die alte Spielstätte der Spvg Schwerin hieß. Die Spvg hatte Ende der Saison 02/03 viel zu feiern: Die erste Mannschaft des Ex-Verbandsligisten stoppte den Fall und kehrte zurück in die Bezirksliga.

Der fußballerische Pechvogel der Saison residiert an der Recklinghauser Straße: Arminia Ickern. Der B-Kreisligist verspielte binnen einer Woche zwei Mal seine Rückkehr in die A-Liga: Zunächst verpasste Ickern den Titelgewinn und dann den Einzug über die Aufstiegsrelegation.

Tennis&Squash am Forum - So schnell kann es gehen. Im Frühjahr 2002 fehlte den Squashern des 1. CSC Forum ein Sieg zum Aufstieg in die 1. Liga, eineinhalb Jahre später sind sie das „Schlusslicht“ der 2. Bundesliga. Woran es beim gemeinsam auftretenden Freundeskreis mangelt? Für sie als Familienväter, sagte Stephan Manns, hätten sich die Prioriäten verschoben - und prompt fehlten entscheidende Punkte.

Die Handballer der TuS Ickern mussten an der B 235 mit einem Doppelschlag fertig werden. Die Männer stiegen in die Kreisliga ab. Von den Ickerner Frauen liefen zwei Teams zum CTV über, auch wenn sie statt in der Bezirksliga in den Kreisklassen-Niederungen antreten.

Die Schillerstraße erlebte am Saisonende ein Zitterspiel ohne Vergleich. Bezirksligist HSG Rauxel-Schwerin rettete sich am letzten Spieltag, wurde aus Schaden klug und vor allem erfolgreich: In der Hinrunde schaffte es die HSG gar bis auf Platz zwei.
Rathaus - Die frohe Botschaft kam im Nebensatz unter dem Punkt „Mitteilungen der Verwaltung“. Die nämlich hatte zum Jahresende noch 16500 Euro an Allgemeinen Beihilfen für die heimischen Vereine übrig. Woher plötzlich der warme Geldregen in Zeiten großer Sparsamkeit kam? Darüber schwieg sich die Stadtverwaltung aus.

An der Elisabethstraße mussten die Tischtennis-Spieler des Post SV lange zittern, ehe der Bezirksliga-Klassenverbleib unter Dach und Fach war. Lokalrivale Roland Rauxel machte es kaum besser. In der Saison 03/04 spielen beide Clubs in einer Gruppe, gehen aber getrennte Wege: Rauxel mauserte sich zum Liga-Primus. Die Postler machen weiter wie zuvor, bangen um den Klassenverbleib.

Totgesagte leben länger, sagt der Volksmund. Was auch an der Lange Straße Gültigkeit hat: Sportlich waren die Volleyballerinnen des TB Rauxel aus der Bezirksliga abgestiegen. Kurz vor Beginn der neuen Saison ging der Club eine Spielgemeinschaft mit dem VC Bottrop ein - und blieb in der Bezirksliga

Stadtgarten - Hängepartie an der Schillerstraße, wo ein Altenheim entstehen soll. Der Verkauf des Sportplatzes scheiterte im Frühjahr. Was die Zukunft der Fußballer des SV Wacker Obercastrop ungewiss machte. Die nämlich sollen in die Erin-Kampfbahn umziehen, wenn die marode Sportstätte aus den Verkaufserlösen modernisiert ist.

Ulrich Augat versenkte seinen Job als Trainer der Korfball-Nationalmannschaft gleich vor Ort in Rotterdam in eine Oranje Gracht. Er trat zurück, nachdem sich die deutsche Auswahl bei der Jahrhundert-WM mit dem achten Platz mächtig blamiert hatte.

In den Aapwiesen schlug ein ganzes Jahrzehnt lang das Herz des deutschen Korfballs. Mit dem zweiten Titel in Folge wollte der KV Adler Rauxel am Ende der Saison 2002/03 endgültig wieder zum Thron stoßen. Doch die Rauxeler machten die Rechnung ohne das Team von Nationalspieler Thorsten Cramer: Der KC Grün-Weiß entschied im Dezember das erste Gipfeltreffen der Saison deutlich für sich.

Landtag - Der Aufschrei war unüberhörbar, die Sportvereine sahen ihre Existenz bedroht. Die SPD-Fraktion im Landtag wollte die Übungsleiter-Zuschüsse streichen und den Kommunen eine Sportpauschale geben. Die Clubs fürchteten, das Geld würde in den klammen öffentlichen Kassen versickern: Die SPD-Politikerin Gabriele Sikora und Sportdezernent Michael Eckhardt wiesen darauf hin, die Pauschale sei ein Investitionsmittel, kein Zuschuss.

Die Tennisspieler des RV Rauxel gaben sich bescheiden den Durchmarsch von der Verbands- in die Westfalenliga. Am Ende der ersten Saison in der höchsten Amateurliga hatte die Equipe von der Wartburginsel ein weiteres Jahr in der Westfalenliga gesichert, mit nur zwei Niederlagen.

Am Kattenstätter Busch gab es Höhen und Tiefen, nämlich den Abstieg der Tennis-Frauen des TuS Ickern sowie den Titelgewinn bei der Ruhrbezirksmeisterschaft für Thomas Lehmann.

Hallenbad - Zwei nordwestfälische Bezirksmeister-Titel in der Offenen Klasse ohne Altersbeschränkung waren der Beleg: Harte Trainingsarbeit lohnt sich. Der Schwimmer Sebastian Holz (SV Poseidon) krönte ein erfolgreiches Jahr mit den Erfolgen über 50 und 100 m Brust.

An der Waldenburger Straße feierte das Badminton-Team des TuS Ickern den Aufstieg in die Landesliga und somit den größten Erfolg in der Geschichte der Abteilung.

An der Bahnhofstraße ist der Schachsport im Abschwung: Der SV23 fiel durch, von der 2. Bundesliga bis in die NRW-Oberliga.

Inter Castrop ist Fußball-Dauergast vor der Kreisspruchkammer (KSK): Unrühmliche Höhepunkte: Der Fenstersturz in Rauxel, und eine Treibjagd auf den Schiedsrichter.

Am Parkbad Nord steht Stefanie Blendermann für Bahnengolf-Erfolge. Nach dem DM-Titel gewann sie mit der Mannschaft WM-Gold.

Je älter desto besser: Das Qualitätgeheimnis für Rotwein scheint für die ehemalige Merklinder Grundschule an der Johannesstraße zu gelten. Der ABC Merklinde hält in seiner Billard-Heimat den Fahrplan strikt ein: Pünktlich zum Einzug in die Marienschule stieg er in die 2. Mehrkampf-Bundesliga auf.

Da behaupte noch jemand, Golfen sei für betagte Menschen mit dickem Scheckbuch. In Frohlinde arbeitet man am Beweis des Gegenteils. Bei der Clubmeisterschaft schnappte Maximilian Schimann, 14 Jahre alt, der Konkurrenz den Titel weg.

Der 31. Ickerner Volkslauf (Link zur Entstehungsgeschichte) erlebte im April einen Aufschwung. Über 400 Läufer starteten an der Uferstraße. Für Heinz-Josef Schwarzmann (LG Castrop-Rauxel) war der Ickerner Volkslauf eine gute Vorbereitung für den Ruhr Marathon: Von Bochum nach Dortmund lief er als schnellster Europastädter durchs Ziel, auch wenn ihm Handballer Dietmar Böhne überraschend dicht auf den Fersen blieb.

An der Wartburgstraße hatten die Zweitliga-Sportkegler der SK Castrop-Rauxel erstmals seit Jahren Pause, als es zum Saisonende um den Aufstieg ging. Sie hatten die Play-Offs in einer verkorksten Spielzeit verpasst. In der Saison 2003/04 läuft es weitaus besser. Zwischenzeitig gar Tabellenführer stehen die Signale wieder auf Grün in Richtung Aufstiegsrunde..