Jahresrückblick 2005

Keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt der Castrop-Rauxeler Jahresrückblick 2005

(Quelle: Ruhr Nachrichten)

Großer Jubel auf dem Sportplatz am Fuchsweg: Der SV Yeni Genclik schaffte erstmals in seiner 15-jährigen Vereinsgeschichte den Sprung in die Fußball-Bezirksliga. Foto Jens Lukas

Fußball: SV Yeni steigt erstmals in Bezirksliga auf / Kein Absteiger in Castrop-Rauxel

Ersoy-Kreis hat sich geschlossen

Die Geschichte beginnt im Jahr 1990. Damals gründete sich der SC Genclikspor, wollte den vielen türkischen Fußballtalenten in der Europastadt eine sportliche Heimat geben. Gleich in seiner ersten Saison schaffte der junge Verein den Aufstieg aus dem Unterhaus der Kickerzunft in die Kreisliga B - Hoffnungen auf einen andauernden Höhenflug fanden reichlich Nahrung. Mit dabei waren seinerzeit die Brüder Ergin und Erdem Ersoy, die gerade der Jugendabteilung der Spvg Schwerin erwachsen waren.

Eineinhalb Jahrzehnte und viele Wegwindungen später sind die Brüder Ersoy wieder zurück am Fuchsweg - Erdem als Spieler, Ergin als Spielertrainer. Im Sommer zurück gekommen zu ihrem Heimatverein, der - inzwischen unter dem Namen SV Yeni Genclik - gerade in die Bezirksliga aufgestiegen war.

Im zweiten Anlauf machte der türkische Club den Sprung in die Bezirksliga perfekt. Vor Jahresfrist war die Yeni-Elf in der Verlängerung des notwendigen Entscheidungsspiels in der Kreisliga A bitter gescheitert.

Diesmal befanden sich die Yeni-Kicker in Castrop-Rauxel als Aufsteiger in guter Gesellschaft. Neben dem neuen Bezirksligisten durften nämlich beim SV Dingen (in die Kreisliga A) und bei Victoria Habinghorst 2 (in die Kreisliga B) zünftige Aufstiegsfeiern steigen. Und nicht einen Absteiger mussten die Clubs aus der Europastadt beklagen: Arminia Ickern (Kreisliga A), der SuS Pöppinghausen und sogar der Tabellenletzte FC Frohlinde 2 (beide Kreisliga B) hielten auf den letzten Drücker ihre Klasse.

Mit der Rückkehr der Ersoy-Brüder nach 15 Jahren zu ihren sportlichen Wurzeln scheint sich der Kreis für sie geschlossen zu haben. Vorerst - und womöglich aber nur vorläufig. Denn der SV Yeni Genclik ist auf den Geschmack gekommen, strickt weiter an seiner Erfolgsgeschichte. Das Team von Spielertrainer Ergin Ersoy will zur nächsten Saison mit dem Landesligisten TSK Herne fusionieren - den Blick voraus gerichtet auf den nächsten Höhenflug - in Richtung Verbandsliga.carlo

Höhenflug der besonderen Art: Ickerns Trainer Otto Kuckel. Foto Jens Lukas

Handball: Aufholjagd wird noch belohnt

So sah der Jahresrücklick 2005 in den Ruhr Nachrichten aus.

Sie jubelten, sie tanzten, und sie freuten sich, die Handballer des TuS Ickern. Und ihr Trainer Otto Kuckel musste einige rasante Luftfahrten über sich ergehen lassen, als der Wiederaufstieg der Europastädter in die Handball-Bezirksliga feststand.

Die Zeit des Leidens war genau am 17. April vorüber. Mit einem 20:18-Sieg gegen die DJK Welper sicherte sich das junge Ickerner Team vorzeitig den Kreisliga-Titel und die Rückkehr in die Bezirksliga.

Mit der Schlusssirene begann eine rauschende Aufstiegsparty in der Sporthalle an der B235. Nach Jahren des Darbens durften sich nun auch die Ickerner Handballer wieder einmal richtig freuen und feiern lassen. Schließlich ging es mit dem Aufstieg erstmals seit nahezu einem Jahrzehnt in Ickern auch zählbar wieder sportlich aufwärts.

Mitte der 90-er Jahre war Ickern wie Phönix aus der (Bezirksliga-)Asche aufgestiegen. Doch gleich mit Beginn seiner ersten Oberliga-Saison 1997/98 wurde die Luft für das Ensemble aus der Europastadt viel zu dünn. Ebenso rasch wie zuvor nach oben schossen die Ickerner fortan nach unten, ehe sie im Jahr 2003 sogar in der Kreisliga versanken.

Doch Trainer Kuckel schaffte die Trendwende. Auf den eigenen Nachwuchs bauend, stoppte der Übungsleiter die Talfahrt. Im ersten Anlauf verpassten die Kuckel-Schützlinge noch den Wiederaufstieg, im zweiten klappte es dann.

Die Handballer der HSG Rauxel-Schwerin schlossen die Bezirksliga-Saison nach einer beinahe beispiellosen Aufholjagd noch auf dem fünften Rang ab - und blieben damit im Rahmen des vorgegebenen Saisonziels. Danach sah es in der Hinrunde noch nicht aus. Das ambitionierte Team von Trainer Stephan Pade fand sich zwischenzeitig sogar auf dem vorletzten Platz wieder.

Die Frauen des TuS Ickern sicherten sich derweil als Tabellenneunte ein weiteres (Zitter-)Jahr in der Bezirksliga.

Für die wiederum zeigte sich das aufstrebende Frauen-Team des Castroper TV noch nicht reif. Mit am Ende deutlichen acht Punkten Rückstand musste der CTV in der Kreisliga dem HV Waltrop 2 den (Aufstiegs-)Vortritt lassen.

Volleyball: Das Ende kam nach 30 Jahren

Eine Ära ging im April zu Ende, und Uwe Schönknecht, der Leiter der Volleyball-Abteilung des TB Rauxel, musste sie kund tun. Der Name des Vereins werde erstmals seit der Gründung vor 30 Jahren nicht mehr in einer Tabelle auftauchen, kündigte er an. Eine eigenständige Mannschaft hatte der TBR ohnehin seit 2003 schon nicht mehr. Damals hatte sich das Frauenteam aufgelöst. Einige Spielerinnen waren danach noch in der SG Rauxel/Bottrop aktiv. In der Saison 2004/05 konnte der Club aber nur noch seinen guten Namen in die SG Datteln/Rauxel einbringen. Immerhin: In Rauxel wird weiter die Nachwuchs-Arbeit hoch gehalten. Womöglich ist die weibliche B-Jugend, derzeit Fünfte in der Bezirksliga, in Zukunft der Grundstein für ein neues Frauenteam.

Abschied als Nationalspieler, Comeback als Nationaltrainer: Thorsten Cramer (Mitte), auf Schultern getragen von Benjamin Grabosch (links) und Henning Schmidt. Foto Lukas

Korfball: Erfolgreiches Heimspiel mit Knall-Effekt

Höhenflug in Duisburg: Björn Baran (gestreiftes Trikots) vom HKC Albatros sicherte sich mit der deutschen Korfball-Nationalmannschaft durch einen Zittersieg gegen Großbritannien den vierten Platz bei den World Games. Lukas

Wie haben die deutschen Korfballer ihrem Heimspiel entgegen gefiebert. 16 Jahre nach den World Games in Karlsruhe fand erstmals wieder eine Internationale Meisterschaft der Senioren in Deutschland statt.

Und nach Jahren des sportlichen Niedergangs präsentierten sich die deutschen Korbjäger bei den Weltspielen der nicht-olympischen Sportarten in Duisburg ähnlich motiviert wie die U23-Equipe wenige Monate zuvor, als die beim Testlauf für die World Games überraschend WM-Bronze gewann.

Im Konzert der sechs besten Korfball-Nationen landeten die Gastgeber hinter den Niederlanden, Belgien und der Tschechischen Republik auf jenem vierten Platz, den manche erhofft, viele aber angesichts des letzten Ranges bei der Jahrhundert-WM 2003 nicht für möglich gehalten hatten. Ein Erfolg scheinbar auf der ganzen Linie für das Trainer-Duo Martin Boschma (Niederlande) und Klaus-Peter Hermann (Adler Rauxel).

Und dann dieser Knall-Effekt: Wenige Tage nach dem Ende des sportlich erfolgreichen Turniers brach sich Bahn, was sich während der World Games zusammen gestaut hatte. Das deutsche Team stellte sich gegen seine Betreuer. Das Trainer-Gespann zog aus dem Misstrauens-Votum seiner Spieler die Konsequenz - und trat zurück.

Zum Nachfolger wurde ein alter Bekannter: Thorsten Cramer vom KC Grün-Weiß. Der 38-Jährige hatte als Mannschaftsführer bei den World Games seine Karriere in der Nationalmannschaft mit einer sportlichen Wiedergutmachung nach der WM-Blamage von 2003 abgeschlossen.

18 Jahre Erfahrung auf internationalem (Nationalmannschafts-)Parkett bringt Cramer in sein neues Trainer-Amt ein. Womöglich kann er damit die deutsche Auswahl wieder dorthin zurück führen, wo sie stand, als er seinerzeit als Spieler in der Equipe der Deutschen Turnerbundes (DTB) debütierte - nämlich auf der dritten Position in der Hierachie des Welt-Korfballs.

Fußball: Kruska drittjüngster Bundesliga-Torschütze / Fritz-Walter-Medaille

Vorreiter im Jugendwahn
Um ein Haar wäre die Partie zu einem von jenen verkorksten Saisonabschlüssen geworden, mit denen sich Borussia Dortmund in den letzten Jahren selbst in die Krise gespielt hatte.
Mit 0:1 lagen die „Schwarz-Gelben“ am letzten Saisonspieltag gegen den Absteiger Hansa Rostock im Hintertreffen, als der Castrop-Rauxeler Marc Kruska im Westfalenstadion mit einem fulminanten Treffer zum 1:1-Zwischenstand die Wende zum 2:1-Sieg einleitete. Es war das erste Tor des damals erst 17-jährigen Neu-Profis.
Kruska, schon fünftjüngster Bundesliga-Spieler aller Zeiten, schwang sich mit dem Treffer zum drittjüngsten Torschützen der Eliteliga auf. Und wurde damit zum Vorreiter für jenen „Jugendwahn“, für den Borussen-Trainer Bert van Marwijk regelmäßig gelobt wird.
Kruska heimste unterdessen Lob von höchster Stelle ein. In Hamburg wurde er vom Deutschen Fußballbund (DFB) mit der Fritz-Walter-Medaille ausgezeichnet als bester Nachwuchsspieler. Schon im Januar war er von den ZDF-Zuschauern zum „Newscomer des Monats“ gewählt worden.
Die Jugendabteilung seines Stammvereins VfR Rauxel beförderte Kruska inzwischen zum Ehrenmitglied. Schließlich ist der regelmäßig Gast auf dem Sportplatz an der Vördestraße - nicht nur, wenn ein TV-Team im Schlepptau ist.
Kruskas Karriere hat sich übrigens für dessen Jugend-Vereine VfR Rauxel und Arminia Ickern bereits ausgezahlt: Der DFB überwies, wie bei jedem anderen Nachwuchsspieler in der Bundesliga, insgesamt 10500 Euro an Ausbildungs-Entschädigung an die beiden Clubs aus der Europastadt.

Als junger Bundesliga-Profi immer im Mittelpunkt des Geschehens: Marc Kruska beim TV-Dreh mit Nachwuchs-Kickern „seines“ VfR Rauxel (links), Marc Kruska nach seinem ersten Bundesliga-Tor (rechts). Fotos: Lukas/dpa

Korfball: „Adler“ meisterlich

Die Korfballer des KV Adler Rauxel ließen zum Ende der Saison 2004/05 den entthronten Verbandsliga-Titelverteidiger KC Grün-Weiß mit vier Punkten Vorsprung hinter sich. Zwar konnten die „Grün-Weißen“ zumindest eine Partie gegen die von Dieter Fernow (Foto) trainierten „Adler“ für sich entscheiden, ließen aber gegen die aufkommende Konkurrenz aus Schildgen und Selm die entscheidenden Federn. carlo

Juniorenfußball: Tausend Mal probiert...

Auf den Sänger Klaus Lage werden sie am Grafweg zuletzt nicht mehr gut zu sprechen gewesen sein. „Tausend Mal ist nichts passiert“, röhrt der nämlich seit den 80-er Jahren lautstark. Ein Bekenntnis, das zunehmend für die A-Junioren-Fußballer der Spvg Schwerin zutraf. Immer wieder hatten die sich vergeblich bemüht, wieder in die Bezirksliga aufzusteigen. Immer wieder standen die Gegner den Europastädtern oder die „Blau-Gelben“ sich selbst im Weg. Erst im siebten Anlauf klappte es mit dem Abschied des einstigen Castrop-Rauxeler Aushängeschildes im Juniorenfußball aus der Kreis- in die Bezirksliga. Was dem Schweriner Club und der heimischen Fußballszene allgemein den Glücksfall beschert, endlich in allen Altersklassen durchgängig, nämlich von den C-Junioren (Bezirksliga) über die B-Junioren (Westfalenliga) bis hin zu den A-Junioren „überkreislich“ vertreten zu sein.

Fußball: Spielabbruch bei Stadtmeisterschaft - Zuschauer-Krawall am Grafweg

Es kam, wie es kommen musste: Am Ende ist es niemand gewesen. Zumindest konnte die Sportgerichtsbarkeit des Fußballkreises Herne/Castrop-Rauxels des Verursachers oder den Verursachern des größten Eklats in der heimischen Kicker-Szene in den letzten Jahren nicht habhaft werden.

Dabei wollten nicht wenige Zuschauer des Viertelfinalspiels zwischen dem SV Dingen und dem FC Frohlinde bei der Fußball-Stadtmeisterschaft genau gesehen haben, wie es auf dem Schweriner Sportplatz am Grafweg zu einer Massenschlägerei von 30 bis 60 Menschen kam. Nach einem nicht geahndeten Foul soll ein Zuschauer aus dem Fanblock des SV Dingen auf den Platz gestürmt sein, um dem gefoulten Spieler seines Clubs zu Hilfe zu eilen. Und löste damit den Krawall aus, der mit einigen verletzten Spielern und Zuschauern sowie dem Spielabbruch endete.

Auch wenn die Spruchkammer des Fußballkreises den oder die Täter nicht ausfindig machen konnte, brummte sie den beiden Vereinen sowie dem Gastgeber Spvg Schwerin (wegen Mängeln beim Ordnungsdienst) Geldstrafen auf.

Das unmittelbar nach dem Eklat allerorten beklagte Entsetzen über die Gewalttätigkeiten ist in der Fußballzunft jedoch rasch verblasst. Vor der gerade angelaufenen Hallen-Stadtmeisterschaft fanden es viele Vereinsvertreter sogar schade, dass der Stadtsportverband (SSV) die Clubs aus Frohlinde und Dingen von diesem Titelkampf ausgeschlossen hat.

Squash: Von unten nach oben

Eine harte Durststrecke machten die Squasher des 1. CSC Forum durch. In der 2. Bundesliga kam das Team um den Australier Glen Keenan (Foto) nur auf den sechsten und damit vorletzten Tabellenplatz - punktgleich mit dem „Schlusslicht“ aus Hünxe. Nur einen einzigen Saisonsieg hatten die Europastädter einfahren können. Nur gut, dass die Abstiegsfrage - wie im Squash immer wieder üblich - durch vorzeitig zurück gezogene Teams geklärt war. Vor allem durch den Neuzugang Kai Klosa, ehemaliger Bundesliga-Spieler und Trainer im „Tennis+Squash am Forum“, machte die CSC-Equipe inzwischen einen Wandel durch - zum aktuellen Tabellenführer.

Sportkegeln: Erste Liga bleibt Traum

Sportkegeln: Erste Liga bleibt Traum
Es bleibt wohl ein unerfüllter Traum für die SK Castrop-Rauxel - der Aufstieg in die 1. Bundesliga der Sportkegler. Die Europastädter um ihren Mitspieler und Pressewart Rüdiger Mikolon (Foto) mussten sich (wieder einmal) in der Play-Off-Runde der 2. Bundesliga mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

Sportstätten: Westheide vor „Aus“

Um die Zukunft des Sportplatzes an der Westheide in Dingen ist es nicht gut bestellt. Die Stadt solle das Areal aufgeben, empfiehlt das Sportstätten-Entwicklungs-Konzept. In 14 Monaten hatten Sportwissenschafter der „Internationalen Vereinigung für Sport- und Freizeiteinrichtungen“ (IAKS) die Sportstätten in Castrop-Rauxel unter die Lupe genommen. Dabei fiel der Platz in Dingen durch. Langfristig sei zudem ein Sportplatz in Pöppinghausen, Rauxel, Habinghorst oder Henrichenburg überflüssig.

Dagegen sprachen sich die Kölner Forscher für den Erhalt des Sportplatzes an der Uferstraße in Ickern aus. Zudem soll, wie bereits vorgesehen, das Stadion an der Bahnhofstraße zu einer multifunktionalen Sportstätte als zentraler Leichtathletik-Standort umgebaut werden.

Sportdezernent Michael Eckhardt (Foto) mahnte bei der Vorstellung der Studie, dass die Vorschläge „nicht sklavisch abgearbeitet“ werden könnten. Eine Arbeitsgruppe soll möglichst bald zunächst Vorschläge erarbeiten.

Schwimmen: Markus Schwarze Fünfter bei Jugend-DM

Miles and More
Erfolgreicher Schwimmer: der 15-jährige Markus Schwarze vom SC Hellas. Foto: Jens Lukas

Als Vielflieger hätte Markus Schwarze jetzt zum Jahresende ein dickes Plus auf seinem „Miles and More“-Konto. Der 15-jährige nämlich hat sich in diesem Jahr zum Vielstarter entwickelt.

Schwarze ist Schwimmer, ein erfolgreicher noch dazu. Und so war der Athlet des SC Hellas selbst bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften viel beschäftigt. In sechs Wettbewerben hatte der Europastädter die DM-Qualifikation geschafft. Aus Zeitgründen beschränkte er sich letztlich auf vier Starts bei den Titelkämpfen in Berlin. Vor Jahresfrist, bei seinem DM-Debüt, kletterte der Europastädter nur für den 50-m-Freistilsprint auf den Startblock.

Sein bestes Ergebnis erzielte Schwarze diesmal über 50 m Freistil. Nach 25,24 Sekunden schlug der Vorjahres-Vierte nun als Fünfter im Jahrgang 1990 an. Über 50 m Brust ließ er dann in 32,00 Sekunden Rang sieben folgen.

Den Lohn für seine beständig guten Leistungen in diesem Jahr erhielt Schwarze im Oktober Schwarz auf Weiß: Der Schwimmverband Nordrhein-Westfalen berief den Hellenen in den D4-Landeskader. Seither absolviert Schwarze neben den beiden wöchentlichen Übungsstunden mit dem SC Hellas vier Trainingseinheiten am Landesleistungs-Stützpunkt im Uni-Bad in Bochum. Viel beschäftigt eben, dieser Erfolgstyp Markus Schwarze.

Radsport: Der „Belgier“ startet durch

So jubelt ein Sieger: Im April fuhr Marcel Sieberg (roter Rennanzug) seinen ersten Sieg als Neu-Profi ein. Foto: privat

Der April kann in den Niederlanden ganz schön garstig sein. Regenschauer werden von der Nordsee her über das ganze flache Land getrieben, polare Kaltluft findet auf ihrem Weg nach Süden kein Hindernis. Und dabei Rad fahren?

Ja sicher, wird sich der Neu-Profi Marcel Sieberg gedacht haben, und überraschte gleich zu Saisonbeginn bei der renommierten „Ronde van Drenthe“ mit seinem ersten Sieg als Berufsfahrer. Der 23-jährige hatte zu Jahresbeginn beim Team Lamonta aus Rheda-Wiedenbrück angeheuert - und dort schnell einen neuen Spitznamen weg: Den „Belgier“ nannten sie Sieberg dort fortan nur, wegen seiner Vorliebe für schlechtes Wetter und Eintages-Rennen.

Am Jahresende konnte sich Siebergs Saisonbilanz im roten Dress der ostwestfälischen Equipe sehen lassen: ein Sieg, vier zweite Plätze, ein dritter Rang, unter anderem bei der Niedersachsen-Rundfahrt und der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt, sowie der zehnte Platz bei der Deutschen Meisterschaft am Hinterrad von Erik Zabel.

Siebergs schnelle Auftritte haben sich herum gesprochen. Und so verpflichtete ihn das Essener Team Akud-Wiesenhof, die dritte Kraft im deutschen Radsport hinter T-Mobile und Gerolsteiner, mit seinem neuen Sportdirektor Jens Heppner (ehemals Profi beim Team Telekom) für die kommende Saison. carlo

Leichtathletik: Herner Silvesterlauf / 60 Europastädter bereits angemeldet

Rund 850 Sportler - auch etwa 60 aus Castrop-Rauxel - haben sich bereits für den Herner Silvesterlauf am Samstag, 31. Dezember, durch den Gysenbergpark angemeldet. Unter anderem haben die Nachwuchs-Leichtathleten Nils von Preetzmann, Lena Jericho, Angelique Krieger Marcel Nickel (alle Castroper TV) sowie Christina Dretakis und Lorena Stockhausen (beide TuS Ickern) ihr Kommen zugesagt.

Im letzten Jahr hatten erstmals über 1000 Sportler am Silvesterlauf in der Nachbarstadt teilgenommen. Den Hauptlauf über 10 Kilometer gewann bei den Männern Manuel Meyer (TV Wattenscheid/0:30,34 Minuten) Schnellster Castrop-Rauxeler war Dennis Krause (Tri-Team BW Recklinghausen), der nach 37,35 Minuten als Elfter die Ziellinie überquerte. Gar Dritter wurde Willi Linnert (TC GW Frohlinde/46,01) bei den M60.

Nils von Preetzmann (Castroper TV/38,18 Minuten) gewann den Wettbewerb der B-Schüler. Bei der männlichen Jugend B wurde Marc von Preetzmann (Castroper TV/38,18) Zweiter.

Bei den Frauen wurde Maike Hilmer (1:03,11 Stunden) 24. der Hauptklasse. In der Altersklasse W50 beendete Petra Meiners (53,04) das Rennen als Fünfte. Über die 1,5 Kilometer wurde Yannik Giese (TuS Ickern/6:04) wie bei seinem Auftritt vor Jahresfrist Erster bei den D-Schülern. Katharina Hendrian (Castroper TV/5:53) gewann bei den A-Schülerinnen. Angelique Krieger (Castroper TV/5:38) wurde Zweite der B-Schülerinnen. Bei den D-Schülerinnen holte Paulina Fauhl (TB Rauxel/6:24) „Gold“. Siegerin bei den Jüngsten, den E-Schülerinnen wurde Mona Uhrmacher (TuS Ickern/6:40).

Nachdem im letzten Jahr 1173 Sportler den Startschuss im Gysenbergpark hörten, hält es Rainer Dietrich von der Westfalia gar für möglich, dass rund 1300 Läufer an den Start gehen wollen. Anmeldungen für Kurzentschlossene werden am Samstag noch bis eine Stunde vor dem Lauf entgegen genommen.-as

Lorena Stockhausen (901), Christina Dretakis (999), Yannick Giese (981) und Lisa Schwedhelm vom Radsport: Erster Sieg für Neu-Profi SiebergTuS Ickern waren in den letzten Jahren Dauergäste beim Silvesterlauf durch den Herner Gysenbergpark. RN-Archiv-Foto: Lukas

Tennis: Ickern schließt auf

Wer ist die Nummer Eins in der Castrop-Rauxeler Tennis-Szene? Diese Frage wird im Jahr 2006 auf höchstem Niveau beantwortet. Die Tennis-Herren des TuS Ickern um ihren dann 42 Jahre alten Routinier Emil Hnat (Foto) nämlich schlossen mit ihrem Aufstieg aus der Ober- in die Westfalenliga zum Lokalrivalen RV Rauxel auf. Der Club von der Wartburginsel hat sich inzwischen in der höchsten deutschen Amateurliga etabliert, auch wenn ihm diesmal nicht erneut ein solcher Coup wie vor Jahresfrist mit dem zweiten Platz gelang.

Schach: Trend gestoppt

Manchmal freut sich ein (Denk-)Sportler auch über die kleinen Dingen im (Sportler-)Leben. So waren die Schachspieler des SV Castrop-Rauxel 1923 richtig froh, als sie den Klassenverbleib in der NRW-Klasse unter Dach und Fach gebracht hatten. Der Club des jetzigen Mannschaftsführers Uwe Gräbe (Foto) war nämlich nach seinem freiwilligen Abschied aus der Bundesliga nacheinander bis in die NRW-Klasse durchgereicht worden. carlo

Billard: Silber beim DM-Debüt

Der Billardspieler Uwe Klein vom ABC Merklinde gewann bei der ersten Deutschen Meisterschaft im Dreiband auf dem kleinen Tisch die Silbermedaille. Sein neuer Vereinskamerad Michael Kaszik sicherte sich in Bad Wildungen DM-Bronze in der Freien Partie am kleinen Billard. Der Merklinder Neuzugang Christian Pöther hatte in dieser Disziplin seinen Titel nicht verteidigen können. Klein entschädigte sich mit der Silbermedaille ein wenig für seine große Enttäuschung in diesem Jahr: Nach dem erreichten Klassenverbleib am Ende des ersten Jahres in der Mehrkampf-Bundesliga fiel das Merklinder Team durch den Weggang von Markus Dömer (zum BSC Hasselt) auseinander. Auch Klein ging schließlich - zu Herne-Stamm.

Basketball: Aufstieg zu Jubiläum

Auch so kann es gehen. Sportlich verpassten die Basketballer des Castroper BC am Ende der Saison 2004/05 knapp den erst zweiten Aufstieg in die Bezirksliga in ihrer 25-jährigen Vereinsgeschichte. Nach einer wochenlanger Zitterpartie stand es nach der Auswertung der übergordneten Spielklassen bis hin zur 2. Bundesliga fest: Die Team von Trainer Michael Heinz (Foto) durfte als Nachrücker doch noch einen freien Platz in der Bezirksliga 13 einnehmen - das passende Präsent zum Vereinsjubiläum.

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